Risikolebensversicherung

June 19th, 2009

Lebensversicherungen lassen sich grob in zwei große Gruppen gliedern, nämlich zum einen in kapitalbildende und zum anderen in Risikolebensversicherungen. Beide Varianten von Lebensversicherungen haben zunächst gemeinsam, dass sie das Leben eines Versicherungsnehmers absichern. Während eine kapitalbildende Lebensversicherung allerdings mit einem Sparplan vergleichbar ist und die private Altersvorsorge mit einer Absicherung der Hinterbliebenen kombiniert, dient eine Risikolebensversicherung ausschließlich als Hinterbliebenschutz. Im Rahmen einer kapitalbildenden Lebensversicherung bespart der Versicherungsnehmer seine Police durch regelmäßige Beiträge oder eine einmalige Einzahlung.

Dieses Guthaben wird verzinslich angelegt und später zusammen mit möglichen Überschüssen ausbezahlt. Dabei erfolgt die Versicherungsleistung entweder zu einem vertraglich festgelegten Zeitpunkt im Erlebensfall an den Versicherungsnehmer oder im Todesfall an seine Hinterbliebenen. Meist besteht ein Kapitalwahlrecht, was bedeutet, dass die Versicherungsleistung entweder als monatliche Rente, als einmalige Kapitalauszahlung oder als Kombination aus Rente und Geldbetrag erfolgt, wobei die Lebensversicherung Steuer je nach Vertragsvariante und je nach Auszahlungsart unterschiedlich hoch ausfällt. Erfolgt eine vorzeitige Lebensversicherung Kündigung ist im Regelfall die Auszahlung des sogenannten Rückkaufswertes vorgesehen, was bedeutet, dass der Versicherer einen Teil der Beiträge, mit denen die Lebensversicherung bespart wurde, erstattet. Anders verhält sich die Risikolebensversicherung. Auch hierbei zahlt der Versicherungsnehmer zwar Beiträge, die verzinslich angelegt werden, allerdings erfolgt eine Versicherungsleistung nur dann, wenn das abgesicherte Risiko eintritt. In aller Regel werden Risikolebensversicherungen für den Todesfall abgeschlossen, was bedeutet, dass die vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausbezahlt wird, wenn der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit verstirbt.

Daneben ist es bei einigen Versicherern allerdings möglich, weitere Risiken abzusichern, beispielsweise indem eine Berufsunfähigkeitsversicherung in die Risikolebensversicherung integriert wird. Kommt es während der Vertragslaufzeit nicht zu einem Versicherungsfall, wird auch keine Versicherungsleistung fällig. Damit erklärt sich allerdings zeitgleich auch, weshalb Risikolebensversicherungen meist zu sehr günstigen Tarifen angeboten werden und sich somit insbesondere für jüngere Versicherungsnehmer und als zusätzliche Absicherung lohnen. Ein weiterer sehr wichtiger Vorteil von Risikolebensversicherungen liegt darin, dass der vollständige Versicherungsschutz schon dann gegeben ist, wenn der erste Beitrag einbezahlt wurde. Das bedeutet, dass die vereinbarte Versicherungssumme unmittelbar dann zur Auszahlung kommen kann, wenn der erste Beitrag eingegangen ist, die tatsächliche Laufzeit oder die Höhe der einbezahlten Beiträge also im Hinblick auf die Versicherungsleistung keine Rolle spielen.

Lohnenswert kann eine Risikolebensversicherung zudem auch im Zusammenhang mit der Absicherung durch einen Kredit sein, da auf diese Weise sichergestellt ist, dass die Angehörigen im Todesfall des Versicherungsnehmers nicht auch noch Verbindlichkeiten gegenüber einem Kreditinstitut schultern müssen. Dabei kann die Risikolebensversicherung auch als kostengünstige Lebensversicherung mit fallender Versicherungssumme vereinbart werden, bei der sich die ausbezahlte Versicherungssumme analog zur noch bestehenden Restschuld reduziert.

Aufgrund der langen Laufzeit einer solchen Versicherung sollte man dringend auf das Kleingedruckte achten, auch wenn dazu manchmal ein Übersetzer Versicherungsdeutsch – Deutsch erforderlich ist.

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